In den ersten Tagen hatten wir zwei ein leichtes Aufwaermprogram. Mit einem verspaeteten (obwohl wir puenktlich waren :) ) Flug von KL nach Brunei ging's los. Wir hatten zwei populaere Mitreisende. Der kleinste und der groesste Mann der Welt sassen mit uns ein einem Flieger. Leider kann ich das Beweisfoto momentan nicht hochladen.
Brunei ist ein Kaff. Der unabhaengige Staat, der von einem Sultan gefuehrt wird, zaehlt nur 350.000 Einwohner und besteht aus nichtsweiter als ein paar profitablen Oelquellen und natuerlich Moscheen... Wir mussten moeglichst schnell an die suedliche Grenze gelangen weil wir erst um 22h gelandet sind. Am naechsten Morgen um 10h ging schon unser Anschlussflug von Miri (Malaysia) nach Mulu (Nationalpark). Das Taxi fuer umgerechnet 75EUR war uns zu teuer. Zum ersten Mal spielten wir Anhalter. Gott sei Dank sehr erfolgreich. Bereits nach wenigen Minuten hielt ein freundlicher Endzwanziger mit seinem roten Ford Minivan. Er brachte uns fuer nur 20EUR bis in die Grenzstadt Kuala Beleit. Wir mussten nicht im Park schlafen (erste naive Ueberlegung), sondern haben um 2h nachts in der Pampa noch ein Hotel gefunden.
Die Busfahrt nach Miri inklusive Grenzabfertigung verlief ohne Probleme, abgesehen von einer "Beinah-Schlaegerei" am Ticketcounter, Bjoern & ich sassen da schon im Bus, und geduldigem Warten an der Grenze (in Asien wird man seeeeehr geduldig). Von Miri zum Flughafen habe ich das erste Mal ein lebendes Tier in einem asiatischen Bus gesehen. Nein Mama - wir fahren hier normalerweise nicht mit Ziegen, Scheinen und Kuehen in einem Bus ;-). Ein Malaie kam gerade vom Shoppen und hatte in einer kleinen schwarzen Plastiktuete ein truebe dreinguckendes Huhn. Nun fragt man sich - Abendessen oder Gassigang?
Mit einer vollbesetzten Focker (40 Pax) flogen wir in den Mulu Nationalpark. Nachdem wir die ueblichen Abzocker am Flughafen hinter uns gelassen hatten konnten wir die pure Natur geniessen. Wie versprochen - Bilder folgen in einigen Wochen. Mulu bietet den goessten Hohleneingang der Welt. Aus diesem fliegen taeglich zwischen 17h und 19h bis zu 3 Mio. Fledermaeuse, um auf Nahrungssuche zu gehen. Diese Tiere machen natuerlich auch richtig viel Scheisse in Fachsprache "jungle gurana". Dementsprechend stank es in der Hoehle wahnsinnig. Aber da mussten wir durch - im wahrsten Sinne des Wortes! An diesem Tag hatten wir leider kein Glueck das beeindruckende Naturschauspiel zu erleben, wenn sich die Fledermaeuse fuer eine Stunde lang in einem duennen scheinbar endlosen Schwarm aus der Hoehlenoeffnung schlaengeln. Die Fledermauese sind wahrscheinlich zum Islam konvertiert und haben verpasst, dass Rhamadan schon beendet ist... Wir haben die Tierchen nicht in Aktion gesehen.
Dafuer war das Abendessen genauer die Atmosphaere sehr beeindruckend:
Links neben mir eine Lampe um die sich Muecken tummelten. Aus dem Hintergrund kam minueltich eine Fledermaus (wahrscheinlich ein Atheist) auf Beutezug (Muecken) geschossen;
Rechts unten ein kleiner Tuempel aus dem undefinierbare Laute (Froesche?) heraufstiegen und oben ein Schwarm Gluehwuermchen - wahrscheinlich keine bevorzugte Speise von Fledermaeusen;
Am Himmel riesige Blitze eines Waermegewitters in weiter Ferne;
Dschungel at its best!

0101_Mulu (Borneo/Malaysia)
18.-20. November 2006 - 15 Fotos
Mit einer Focker gings heute Mittag gen Norden nach Kota Kinabalu. Ein sehr angenehmer Flug, da nur 4 Personen im Flieger waren. Mit der Flugroute kann man sich keine goldene Nase verdienen. Ganz anders als der Grieche, der von einigen Jahren die Herbergen am Mount Kinabalu gekauft hat (5 im gesamten Nationalpark) . Die Buden sind 4 Tage im Voraus ausgebucht und das nachdem die Preise sich seit dem letzten Jahr verdreifacht haben. Nun ja, Bjoern und ich haben uns mit viel Charme (ja der Schleim triefte schon) 2 Bettchen (a 15EUR)fuer die Mittelstation am Berg erarbeitet. Dort werden wir Morgenabend hoffentlich rechtzeitig einkehren.
Die tiefsten Gründe auf die Berge zu steigen liegen darin, dass ich die stärksten Erfahrungen nur haben kann, wenn ich bis an den Rand der Möglichkeiten gehe. (Reinhold Messner)
Oder wie ich es zu sagen pflege:
Man muss eine Grenzen kennen... und eine Schritt weiter wagen!